10. Januar 2018        

Die Innerwheelerinnen laden zum Essen ein

 

Sie haben sich ins Zeug gelegt, unsere Innerwheeldamen. Die Tische waren festlich gedeckt.  Es gab ein köstliches Menü:

Rote Beete/Apfelsalat

Avocado-/Tomaten-/Feldsalat

Köttbüllar (aus Wildhackfleisch mit Maronenpilzen)

Kartoffel-/Zucchinigratin und Kartoffelbrei

Nachspeisenvariationen

Wasser, Rot- und Weißwein

Mit einem Geburtstagständchen erfreuten wir unseren Vorsitzenden Claus Arne Mohr.

Er hatte am 9. Januar Geburtstag und meinte: Das neue Lebensjahrzehnt fängt ja gut an. So wünschen wir ihm, dass ihm das neue Lebensjahrzehnt noch viele Köstlichkeiten bringen möge!

Die Stimmung war so ausgelassen, dass es manchmal schwer war, seinen Tischnachbarn zu verstehen. Alle hatten sich viel zu sagen und freuten sich über das Wiedersehen im neuen Jahr.

Freude und Leid sind nicht weit voneinander entfernt. Mit grosser Trauer haben wir die Nachricht vom Tod unseres treuen Helfers Manfred Rattay und von Malu Krauss, die den Verein von Anfang an begleitet hat, erhalten.

Am Ende des Abends dankten die Gäste den Helferinnen für das leckere Mahl und wünschten sich, dass das Jahr immer so anfangen sollte.

Ob sich die Innerwheelerinnen wohl überreden lassen? Sie hatten viel Arbeit, aber sie hatten auch viel Freude an diesem Abend.

Annette Rethel

08. November 2017

Reformation als Zeit des Umbruchs in Europa

Vortrag Prof. Dr. Dr. Peter Antes

 

Ausgangspunkt des Vortrages am 8. November 2017 war die Feststellung, dass bei vielen Veranstaltungen zum Lutherjahr der Eindruck entstanden ist, die Reformation beschränke sich auf Luther und seinen Thesenanschlag, die europäische Dimension der Reformation als Zeit des Umbruchs in Europa wurde dabei meist übersehen.

Der Umbruch war bedingt durch eine Reihe von Ereignissen, die auf Veränderungen drängten. Der Humanismus eröffnete einen neuen Zugang zu den griechischen und hebräischen Quellen des Christentums, der Buchdruck sorgte für schnelle Verbreitung von Erkenntnissen, die Entdeckung Amerikas führte durch den Import überseeischer Güter zu drastischen Preissenkungen, eine zahlenmäßig stark anwachsende Bevölkerung bewirkte eine Zunahme der Arbeitslosigkeit, das aufstrebende Bürgertum in den Städten brachte die alte Ständeordnung mit Adel und Bauern ins Wanken, steuerliche Belastungen trieben die Bauern auf die Barrikaden, Kaiser und Papst wollten immer mehr Geld, und die Angst vor dem Tod und der Verdammnis in die Hölle führten in der Volksfrömmigkeit zu verstärktem Interesse an Ablasskäufen und Reliquienverehrung. Hinzu kamen Bedrohungen durch Kriege, vor allem den zwischen Frankreich und dem Reich der Habsburger sowie die kriegerische Bedrohung durch die Türken. Baueraufstände und das Verlangen nach größeren Freiheiten waren die Folge. Auch die Fürsten schlossen sich diesem Streben nach Freiheit an.

In Deutschland trat Martin Luther (1483-1546) als Reformator auf, in der Schweiz Huldrych Zwingli (1484-1531) und der Franzose Johannes Calvin (1509-1564) und im Elsass Martin Bucer (1491-1551), um nur die wichtigsten zu nennen und zu zeigen, dass es sich bei der Reformation nicht nur um ein deutsches Phänomen handelt. Hinzu kommt reformatorisches Gedankengut in Grußbritannien und den Skandinavischen Ländern, so dass klar wird, ganz Westeuropa wird durch die Reformation religiös in zwei Lager gespalten: ein katholisches und ein protestantisches.

Im Rückblick war all dies nicht nur eine Erfolgsgeschichte: es gab Verfolgungen der Wiedertäufer und von Vertretern der Freikirchen (z.B. die Pilgrim Fathers, Herrnhuter Brüdergemeine, Mennoniten); es gab Religionskriege (insgbesondere der 30-jährige Krieg von 1618-1648), es  gab Verwerfungen auf allen Seiten, Intoleranz und viel persönliches Leid bis in die Kernfamilien hinein. Die angestrebte Freiheit wurde somit auch durch viel Blut und Märtyrertum erkauft.

Prof. Dr. Dr. Peter Antes

18. Oktober 2017 Besuch der „INFA“

 

Am frühen Nachmittag des 18. Oktobers trafen sich doch zahllose MSE und Inner Wheel Mitglieder am Eingang Nord der Messe. Es bildeten sich Grüppchen, welche sich im Gewusel der Hallen jedoch immer wieder trafen, wieder verloren und sich tapfer durch die reine Verkaufsausstellung schlängelten.

Gegen 16.15 Uhr trafen wir uns im Schwarzwald bei Käse und Wurst oder einem Pils. So ging auch dieser Nachmittag gemütlich über die Bühne und wir fanden uns gegen 18.50 Uhr im Servicehaus an der Hildesheimer Straße wieder.

 

Holger Riekenberg

13. September 2017

Besichtigung des Hildesheimer Doms

 

Zu diesem ersten Treffen nach der Urlaubspause fanden sich in Hildesheim zahlreiche Teilnehmer  aus Kreisen der MSE und Inner Wheel ein.

Durch einen der 5 Eingänge kamen auch die Rollstuhlfahrer in das vor einigen Jahren von Grund auf restaurierte und sanierte Kirchengemäuer. Bevor wir in die Geschichte des (teils auf den Grundmauern eines Vorgängergebäudes stehenden) Doms und seiner „Hausherren“ eingeführt wurden, hatten wir Gelegenheit, die „Bernwardstür“ zu besichtigen.

Diese 2flügelige tonnenschwere, aus einem Guss bestehende  Eingangspforte mit Motiven aus frühester Kirchengeschichte verzierte, und vom Bischof geweihte Tür wird nur zu besonderen kirchlichen Anlässen geöffnet. Nach ausführlicher Beschreibung der Motive und (unter Hinzuziehung eines großen Internetdienstes) zwecks  Identifizierung/Übersetzung einer Inschrift wurden uns weitere Merkmale sowohl sakraler wie auch baulicher Art gezeigt.

Zu diesen gehören zum einen die Gebeine kirchlicher Persönlichkeiten, welche unterhalb des Bauwerkes begraben liegen. Andererseits wurden uns u.a. Gegebenheiten erläutert, welche teilweise durch den schnellen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Unter bestimmten Einwirkungen des Sonnenlichtes spiegeln sich an den hellen Wänden des Kirchenbaues die gegenüberliegenden Kirchenfenster. Diese Motive zu entdecken, und sogar fotografisch festzuhalten bedarf einer schnellen Hand, denn es sind keine Erscheinungen von Dauer. Wir besichtigten auch den Innenhof mit dem 1000jährigen Rosenstock, der überraschenderweise unter Tonnen von Kriegsschutt überlebt hat, und bis heute seine Blütenpracht präsentiert. Wer diese Farbenpracht noch nicht gesehen hat, sollte sich den Juni/Juli für einen Besuch der Domstadt vormerken. Zahlreiche Hagebutten lassen aber erahnen, wie schön es sein muss, wenn zu passender Jahreszeit die Rosenblüte ihre Pracht dem Besucher offenbart.

 

Der Abschluss dieses Ausfluges in Hildesheimer Domgeschichte bildete der Besuch des „Nil im Museum“, des Cafe’s im Roemer-Pelizaeus Museums. Von dort ging es gestärkt wieder zurück in die Landeshauptstadt Hannover.

 

Holger Riekenberg

 

12. Juli 2017

Besuch im Niedersächsischen Landesmuseum

 

„Am 12. Juli 2017 hat uns Dr. Thomas Andratschke, ein Kunsthistoriker und Kurator am Niedersächsischen Landesmuseum, durch die Landesgalerie Hannover geführt. Angesichts des bevorstehenden Umbaus der Galerie, das Haus bekommt ein neues Dach, war es eine der letzten Möglichkeiten für die Gruppe, die aktuelle Schausammlung zu besichtigen. Sie wurde zur Expo 2000 und für das 150jährige (Gründung des „Museum für Kunst und Wissenschaft“, das heutige „Künstlerhaus“ Sophienstraße) sowie 100jährige Gründungsjubiläum des Landesmuseum (1902 als „Provinzial-Museum“ eröffnet, heutiges Landes-museum am Maschpark) konzipiert.

Das Vorbild der Schau ist ein entwicklungs-geschichtliches Modell, das auf Alexander Dorner basiert. Der Rundgang folgte dieser „Rekonstruktion“ aus den späten 1920er Jahren und führte, auf verschlungenen Pfaden an unzähligen Kabinetten vorbei, durch die Epochen der Kunst: Von der Internationalen Gotik, den großen spätmittelalterlichen Retabeln aus dem ehemaligen Welfenmuseum, mit dem „Passionsaltar“ von Meister Bertram oder dem „Barfüßer-Altar“ aus der ehemaligen Göttinger Franziskanerabteikirche, über die italienische Renaissance mit Hauptwerken von Pontormo oder Bronzino, die aus der berühmten Sammlung von August Kestner stammen, den flämischen und holländischen Werken des Barock, namentlich Rubens, Van Dyck oder Rembrandt, bis zur Sammlung Internationaler Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts von Caspar David Friedrich bis Claude Monet. Das „Dreigestirn des deutschen Impressionismus“, Liebermann – Slevogt – Corinth, war für die kommende, groß angelegte Sonderausstellung „Silberglanz“, sie handelt von der Darstellung des Alters in der Kunst, bereits deponiert. Das galt auch für eine der weltweit größten Sammlungen von Gemälden Paula Modersohn-Beckers, die durch frühere Veranstaltungen ebenso bekannt ist.

Im Vorbeigehen wurden das Kupferstichkabinett und das Königliche Münzkabinett als zusätzliche Sammlungsbereiche mit mehreren 10.000 Exponaten angesprochen. Einzelne Akzente lagen auf der Entwicklung von Kruzifixen vom Hoch- zum Spätmittelalter (Zwei- oder Einnageltypus von Romanik zur Gotik), also auf der formalen Analyse, andere auf der Funktion von Bildern, etwa als Tugend- oder Lasterspiegel im 17. Jahrhundert, oder auf dem Verschwinden jeglicher Symbolik in der Kunst des Realismus. Im Zuge des Umbaus des Landesmuseum zu einem „Weltenmuseum“ steht, nach Einrichtung der „Naturwelten“ im Erdgeschoss“ und den „Menschenwelten“ in der ersten Etage (Ethnologie und Urgeschichte), die Neueinrichtung der Landesgalerie als „Kunstwelten“ unmittelbar bevor. Welche Probleme und Erwartungen damit verbunden sind, führte Herr Andratschke auf dem Rundgang immer wieder aus: Vom

Dach zum Licht, von der Besucherinformation zur Hängung, von der Zwischenlagerung zur Neupräsentation. Wir können gespannt sein, wie diese „Kunstwelten“ einmal aussehen.“

 

Dr. Thomas Andratschke

   
© MSE Hannover