14. Februar 2018                  

Ein „märchenhafter“ Nachmittag im Servicehaus

 

Nach einer gemütlichen Kaffeerunde mit von den Inner Wheelerinnen selbstgebackenen Kuchen und kurzweiligen Gesprächen entführt uns Gräfin von Arnim in das geheimnisvolle wundersame Reich der Märchen.

 

Gräfin von Arnim ist Mitglied im Inner Wheel Club Hannover Maschsee. Sie ist ausgebildete Märchenerzählerin und erfreut ihre Zuhörer gerne mit frei vorgetragenen Erzählungen voller Phantasie und Wunder. Dabei gibt sie den Figuren verschiedene Stimmen, verändert immer mal wieder ihre Mimik und gestikuliert mit Leichtigkeit und viel Einfühlungsvermögen.

 

Uns erzählt Gräfin von Arnim unter anderem das Märchen „Der Prinz und der Drache“, das – zusammengefasst – in etwa folgenden spannenden Verlauf nimmt:

Ein Prinz bekommt von einem Drachen die Chance, am Leben gelassen zu bleiben, wenn er ihm die richtige Antwort auf die Frage bringt: „Was ist für Frauen wirklich das Wichtigste“. Der Prinz befragt sodann jede Frau im Schloss, was ihr wichtig sei, von der Königin bis zur einfachen Magd. Er bekommt viele völlig unterschiedliche Antworten, so dass er der Verzweiflung nahe ist. Man rät ihm schließlich, eine alte weise Hexe im Sumpf zu befragen. Sie versichert ihm, die Antwort zu kennen und ihm zu verraten unter der Voraussetzung, dass er sie heirate. Nach langem Zögern und Überlegen willigt der Prinz in die Hochzeit ein, obwohl es sich bei der Hexe um die hässlichste Frau handelt, die er jemals gesehen hat. Sie verrät ihm daraufhin die Antwort: „Jede Frau wünscht sich, über ihre persönlichen Angelegenheiten selbst bestimmen zu können“. Der Drache akzeptiert die Antwort und trachtet dem Prinz nicht mehr nach dem Leben.

 

Bei der zwangsläufig folgenden Hochzeit benimmt sich die Hexe grässlich und vergrault alle Gäste. Mit großem Entsetzen und Verzweifeln betritt der Prinz dann das Brautgemach. Wie staunt er, als er dort eine wunderschöne junge Frau in seinem Bett liegen sieht. Es ist die Hexe, die sich verwandeln kann. Sie gibt dem Prinzen auf, sich zu entscheiden, ob sie sich tags als Hexe und nachts als junge schöne Frau oder umgekehrt zeigen soll.

 

Der Prinz überlegt lange, doch dann erinnert er sich an die Antwort auf die Frage des Drachen und entscheidet schließlich, „sie solle dies selbst bestimmen“.

 

Auf Grund dieser Weisheit wird seine Frau vom Hexenzauber erlöst und bleibt für immer bezaubernd schön. Und wenn sie nicht gestorben sind...

 

Gräfin von Arnim erzählte uns anschließend noch ein geheimnisvolles Märchen von  einer verzauberten Prinzessin  und den letztlich erfolgreich bestandenen drei Aufgaben, sie vom Zauber zu erlösen und zur Frau nehmen zu dürfen.…. Und wenn sie nicht gestorben sind…

 

Mit schönen gelben Primeln bedanken wir uns bei Gräfin von Arnim und beenden angeregt unser Treffen.

 

Roswitha Schmidt-Wiegelmann

09.Mai 2018

Besuch der HDI-Arena (Stadion)

„Das Runde muss in das Eckige“

 

Am Mittwoch vor Himmelfahrt fanden sich wiederum nur ganz wenige Teilnehmer zum Gruppentreffen ein:  Frau Kempf, Herr Müller, Frau  Mlynek,  Ehepaar Reschke, Frau Antonischki, Frau Buck, Herr Riekenberg, Herr Mohr.

Wie so oft, starteten einige der vorgenannten Teilnehmer mit der ÜSTRA von der Station Altenbekener Damm mit Umstieg über Kröpcke zur Station Waterloo, um nach kurzem Fußmarsch/auf Rädern das Niedersachsenstadion, Robert-Enke-Straße;  zu erobern. Wir begaben uns zu einem der Einlasstore, wo wir von einem „Guide“ in Empfang genommen wurden. Mittels steiler Rampen –welche nur mit Muskelkraft zu bewältigen waren-  oder wiederholter Nutzung von Aufzügen begaben wir uns in die verschiedenen Ebenen der „heiligen Hallen“ des „kleinen HSV“ – welcher sich (im Gegensatz zum Bundesliga-Dino von der Elbe) zum heutigen Zeitpunkt keine Sorgen mehr über den Verbleib in der Liga machen muss.

Wir wurden durch den Saal der Pressevertreter, die Spielerkabinen  sowie verschiedene Lounges  geführt. Dabei erfuhren wir auch, dass man sein „Eheversprechen“ ebenso in den  Räumlichkeiten abgeben kann, wie die Möglichkeit gegeben ist, dort für Feierlichkeiten vorbeizuschauen.  Vorausgesetzt natürlich, man verfügt über den entsprechenden „Rubel“ –

 

Wir kamen bei sommerlichen Temperaturen auch in den Genuss  des „Allerheiligsten“  Rollrasens; wobei aber „Befahren strengstens verboten“ ist!!  Der Verfasser dieses „sportlichen“ Berichtes verwarf schnell den Gedanken, sich diesem Verbot zu widersetzen, denn das könnte Folgen haben.

 

Nach etwa 1 ¼ Stunden abwechslungsreicher und informativer Führung begaben wir uns  in das benachbarte Hotel, wo Kaffee und Kuchen auf uns warteten. Zu spätnachmittäglicher Stunde verteilten sich die Teilnehmer wieder in verschiedene Himmelsrichtungen.

 

Dank an Baerbel Buck für die Organisation dieses Treffens, mögen noch viele weitere folgen.

Holger Riekenberg

8. August 2018

MSE/ Inner Wheel-Nachmittag

 

Welch ein Jahrhundertsommer! Wegen der anhaltenden Gluthitze war der für den heutigen Mittwoch geplante Besuch des Maschseefestes wohlweislich in einen gemütlichen Kaffeenachmittag im  Servicehaus verwandelt worden und eigentlich wollten die Freundinnen von Inner Wheel für Kaffee/Tee und Kuchen sorgen. Aber es kam ganz anders und es gab eine wunderbare Überraschung.

 

Herr und Frau Schindler hatten uns alle zu  diesem Nachmittag eingeladen und das kulinarische Angebot las sich wie die Speisekarte im Eis-Café und ließ keine Wünsche offen. Es gab Eiskaffe, Eisschokolade, O-Saft mit Vanilleeis, verschiedene Eissorten (auch auf Wunsch mit Sahne), von den frischen Früchten ganz zu schweigen.

 

Und so ließen wir es uns nach der Begrüßung durch Frau Schindler an den liebevoll gedeckten Tischen, auch von Frau Schindler vorbereitet, munden.

 

An den Tischen wurde sich lebhaft unterhalten, an Themen schien es kein Mangel zu geben: Hitze; Wassermangel; Urlaub; Flüchtlinge; Malkurs; das neue Auto von Herrn Suppa ; die Igel bei Frau Alberti und noch vieles mehr.

 

Die Zeit verflog wie im Flug und viel zu schnell ging dieses Treffen vorbei. Leider auch mit einem Wermutstropfen, denn Frau Schindler konnte den Nachmittag selbst gar nicht genießen, da sie an einer nicht verschiebbaren Dienstbesprechung teilnehmen musste.

 

Liebe Frau Schindler, lieber Herr Schindler, herzlichen Dank!

Schöner konnte eine Sommerpause nicht beendet werden! 

Bärbel Buck

13. Juni 2018 

Besuch des Stöckener Friedhofs, 

Kaffeetrinken im „Anna Blume“

                                  

Am heutigen Mittwoch trafen sich erstaunlich viele Mitglieder der MSE und auch einige Inner-Damen am Servicehaus um zu einem geführten Spaziergang über den Stöckener Stadtfriedhof aufzubrechen. Wir begaben uns in den hannoverschen Stadtbahndschungel, wechselten barrierefrei unterm Aegi die Linie, um an der Station „Stadtfriedhof Stöcken“, (unmittelbar vor dem Haupteingang) unser Ziel zu erreichen.

Von Frau Fleischer, einer erfahrenen Mitarbeiterin von „Stattreisen“ wurden wir bereits erwartet. Sie führte uns durch das imposante, aus roten Ziegelsteinen und Sandstein erbaute Eingangsportal, welches sich in 3 Objekte gliedert: Aufbahrungshalle, Eingang und das  exklusive Cafe „Anna Blume“,   unser Ziel nach einem  langen Rundgang.

Wir erfuhren grundsätzliches über die Entstehung und Aufteilung, aber auch über die Erweiterung der Friedhofsanlage, sowie den verschiedenen Bestattungsformen.

Im Vordergrund standen einige wenige pompöse Familiengrabstätten, sodann erhielten wir auch für den Verfasser des Berichtes bisher unbekanntes über die Möglichkeiten der Beerdigung von „Tot- oder Frühgeburten“; diese Sachlage ist erst vor wenigen Jahren dem Anlass entsprechend im niedersächsischen Gesetzblatt definiert worden.

In Stöcken gibt es auch für muslimische und andere Religionsgemeinschaften eine Möglichkeit des Abschiednehmens von ihren verstorbenen Angehörigen.

Wir standen vor den Grabstätten des Gartenbaumeisters Julius Trip, aber auch vor der Anlage der Begräbnisstätte Madsack, einem bereits 125 Jahre bestehenden hannoverschen  Zeitungsverlages.

Nach der Umrundung des 2 Hektar großen Sees konnten wir noch einen Blick auf die „Urneninsel“ werfen.

Unser Weg führte uns sodann geradewegs in das besagte exklusive Cafe.

Gegen 18.00  Uhr brachen wir zur Rückreise in die hannoversche Südstadt auf. Wohlbehalten und komplett als Gruppe trafen wir dann ohne Komplikationen jeglicher Art dort ein. Wie der Berichterstatter erfahren hat, ist nach (aber OHNE uns -wir waren ja komplett) ein Stadtbahnaufzug stecken geblieben.

Mit solchen oder ähnlichen Überraschungen muss man rechnen, wenn man auf diese oder jene Unterstützung zur Bewältigung des Alltages angewiesen ist.

Holger Riekenberg-

13. März 2018             
Wer und was ist Baha‘i

 

Anlässlich eines Besuchs im Haus der Religionen haben einige aus der Gruppe den Namen Baha’i erstmals gehört, konnten sich darunter aber wenig vorstellen.

Zahlreiche Mitglieder waren neugierig und freuten sich, dass  Herr  Farhad Eghtessadi  mit seiner Begleiterin bereits zur Kafferunde gekommen war. Herr Eghtessadi stellte sich zu Beginn kurz vor. Er stammt aus Shiraz, lebt seit 33 Jahren in Hannover und ist Mitglied der Bahai Gemeinde. Seine Eltern waren auch Bahai. Die Familie hat den Iran verlassen müssen, weil die Bahai dort verfolgt werden.

Anschaulich, wenn auch leider wegen des fehlenden Equipments ohne power point, hat uns der Referent  viel über die Bahai berichtet.

Baha’i  bezeichnet sich als eine abrahamitische monotheistische Religion. Die Religion wurzelt im schiitischen Islam und ist Mitte des 19. Jh.  im Iran entstanden. Sie hat heute rund acht Mill. Gläubige. Bemerkenswert ist, dass  von Anfang an Männern und Frauen gleichberechtigt waren. Die Bahai fanden im Iran grossen Zulauf. Kein Wunder, dass die Bahai dort von Anfang an verfolgt worden sind.

Religionsstifter ist Baha´ullah (1817-1882) - arabisch für „Herrlichkeit Gottes“- . Er ist in der Verbannung in Accra gestorben. Deshalb befindet sich das Zentrum der Bahai heute in Haifa. Daniela Keil hatte uns ja in ihrem Bericht über die Israel-Reise bereits von den dortigen Bahai – Gärten berichtet.

Neben dem als Gottesoffenbarung betrachteten Werk Baha’ullahs zählen die Bahai auch die Heiligen Schriften anderer Weltreligionen zum gemeinsamen religiösen Erbe.

Die 10 Prinzipien des Baha‘i-Glaubens sind:

  • die selbstständige Suche nach Wahrheit
  • die Beseitigung jeglicher Vorurteile
  • die notwendige Harmonie zwischen Religion und Wissenschaft
  • die Gleichberechtigung von Frauen und Männern
  • verpflichtende universelle Bildung
  • Ehre und Adel in jedem Menschen wahrzunehmen
  • Entfaltung der geistigen Qualitäten und Tugenden
  • Wechselspiel zwischen Andacht und einer universellen Welthilfssprache
  • die Beseitigung der Extreme zwischen Armut und Reichtum

Die Baha´is glauben, die Zeit des Christentums, Islams und Judentums sei überholt. „Wir leben in einem neuen Zeitalter, in dem alle Religionen zusammen gehören und wir haben einen Gott, der uns vereint.“ Sie möchten zeigen, dass sie anders sind. Sie haben auch Häuser, in denen sie Andachten halten, Gebetshäuser, offen für jedermann, aber es sind keine prunkvollen Tempel.

Seit 1956 gibt es in  Hannover eine Bahai-Gemeinde, die 2017 im Stadtteil Bothfeld ein  Gemeindezentrum  eröffnet hat. Der Referent beendete seinen Vortrag damit, dass die Baha´i Menschen ganz unterschiedlicher Wurzeln vereinen und in Hannover zum interreligiösen Dialog beigetragen haben. So sind sie auch zum Haus der Religionen vertreten.

Es schloss sich ein lebhafter Meinungsaustausch an.

Elisabeth Schindler

   
© MSE Hannover